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Immobilienbranche erneut in der Krise

05 Jan

Für so manchen Kandidaten auf dem Immobilienmarkt geht es derzeit ums überleben. So beispielsweise die Offenen Immobilienfonds „SEB Immolnvest“ und dem „CS Euroreal“. Können diese bis Mai nicht wieder öffnen und ihre Anleger auszahlen, müssen sie für immer schließen.
Dies und vieles andere deutet derzeit auf ähnliche Bedingungen wie zu Zeiten der Lehman-Pleite 2008 hin. Banken sind wieder knauserig, wenn es um die Vergabe von Krediten geht. Unternehmen mieten neue Büro- oder Lagerflächen nur noch dann an, wenn es gar nicht mehr anders geht und Investoren zahlen bei weitem keine Spitzenpreise für Immobilienpakete mehr.
Doch inzwischen geht es um andere Größenverhältnisse als noch 2008. Die beiden Immobilienfonds sind je circa 6 Milliarden Euro schwer. Um wieder öffnen zu können, müssten die Fonds mindestens 30 Prozent Liquiditätsquote aufweisen. Der Euroreal kam zu seinen Bestzeiten auf 25 Prozent und der Immolnvest nur auf 21 Prozent. Um wieder flüssig zu werden, müssen die Fonds Immobilien abstoßen, doch dies gestaltet sich zunehmend schwieriger, da potentielle Käufer auf Zeit spekulieren und die Preise drücken wollen.
Kommt es zu einer Liquidierung der beiden Fonds, hätte dies einen enormen Imageschaden für die gesamte Branche zur Folge. Eine Wiedereröffnung ist daher sehr wichtig, damit offene Immobilienfonds wieder zu einer zuverlässigen Geldanlage für Kleinanleger werden.

 
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